Präsentation vor der Kamera – der virtuelle Sitzungssaal

Präsentation vor der Kamera – der virtuelle Sitzungssaal

Präsentation vor der Kamera – der virtuelle Sitzungssaal

Geschrieben von

Simone Naumann

Nachdem wir dir im letzten Blogbeitrag Tipps und Tricks für die Arbeit im virtuellen Raum gegeben haben, beschäftigen wir uns heute mit der richtigen Präsentation vor der Kamera. Denn auch wenn es Unterschiede zwischen einem virtuellen und einem physischen Meeting in der Planung und der Durchführung gibt – optisch sollten wir uns genauso präsentieren als ob wir uns live im Besprechungsraum, in einem Workshop oder Veranstaltungssaal befinden. Dabei schadet es auch nicht, unser Homeoffice, unseren Übertragungsort, optisch etwas aufzupeppen.

Immer ins richtige Licht gerückt

Das Hauptlicht sollte immer auf dich bzw. auf dein Gesicht gerichtet sein. Entweder hast du deinen Tisch oder Schreibtisch direkt vor einem Fenster stehen oder du beleuchtest dich entsprechend mit einer Lampe, die weiches Licht erzeugt. Weiches Licht bedeutet diffuses Licht, das schönste Porträtlicht, das es überhaupt gibt. Damit vermeidest du harte Schatten und oft auch glänzende Haut in deinem Gesicht. In meinem Homeoffice nutze ich dafür eine dimmbare Schreibtischlampe, bei uns im Atelier eine Tageslichtlampe. Du stehst im allerbesten Licht, wenn deine Lampe, wie in der Natur die Sonne, leicht schräg von oben auf dich gerichtet ist.

Auf den richtigen Ton kommt es an

Nichts ist schlimmer, als akustisch schlecht verstanden zu werden, weil dein eingebautes Mikrophon kratzt, klirrt oder viel ist zu leise ist. Auch wenn du in einem hellhörigen Raum, in dem es hallt, sitzt, solltest du definitiv mit einem Headset arbeiten. Ein gutes Mikrophon nimmt den Hall raus, filtert Nebengeräusche raus, und du klingst deutlicher klarer.

Verzichte bei der Anschaffung auf die Billigvarianten, damit wirkst du nicht sehr professionell. Für Businesszwecke gibt es verschiede mittel- und hochpreisige Geräte.

Internet – So schnell wie möglich

Wenn du bei Workshops, Vorträgen etc. selbst präsentierst, Videos zeigst und/oder mit Teilnehmern interagierst, ist eine stabile Internetverbindung besonders wichtig. Es lohnt sich die Anschaffung eines LAN-Kabels, das du direkt an deinem Laptop anschließt. Achte beim Kauf darauf, dass dein Kabel lang genug ist, so dass du nicht mit deinem Setting zum Modem umziehen musst.

Immer schön auf Augenhöhe

Sei kein Vogel, sei kein Frosch, und spiele nicht Verstecken!

  • Vermeide den Blick von oben herab.
  • Klapp Monitor oder das Tablet nicht zu weit nach hinten. Deine Zimmerdecke ist weniger interessant als du. Leg lieber dicke Bücher unter deinen Laptop.
  • Platziere dich selbst nicht an die Unterkante oder eine untere Ecke. Das passiert oft, wenn eine externe Kamera zu hoch über dem Monitor installiert ist.

Platziere Laptop und Kamera am besten so, dass Gespräche auch optisch immer auf Augenhöhe stattfinden können. Direkter Blickkontakt ist ein Zeichen von Wohlwollen, zeigt Aufmerksamkeit und schafft Vertrauen bei deinem Gegenüber. Platziere daher die Kamera dort, wo du die meiste Zeit hinsehen wirst.

Klar und verständlich wirkst du auch, wenn deine Kamera frisch geputzt ist. Hier reicht schon ein einfaches Brillenputztuch, um wieder Glanz in die Hütte zu bekommen.

Ein bewusst gewählter Hintergrund verstärkt deine Botschaft

Wie in der Fotografie sollte auch in einem professionellen Videocall der Hintergrund nicht vom Hauptmotiv ablenken, sondern dieses dezent ergänzen. Ein Office oder die privaten Arbeitsräume darf man ruhig zeigen, wenn sie zum Thema passen und optisch angenehm hergerichtet sind. Wenn das nicht geht oder passt, bieten Stoffhintergründe eine gute Lösung. Sie sind im Handel in allen Größen, Varianten und Farben erhältlich. Unser Hintergrund ist 180 x 240 cm, er ist faltbar, auf einer Seite grün und auf der anderen Seite mit grauem Stoff bespannt. Von weißen Hintergründen rate ich ab, die wirken im Bild eher grau und schmutzig, wenn sie nicht mit zusätzlichem Licht ausgeleuchtet werden.

Die Fläche sollte besser zu groß als zu klein sein

Welche Größe du brauchst, hängt von der Entfernung zwischen dir und dem Hintergrund ab, ob du lieber vor der Kamera stehst oder sitzt und mit welcher Brennweite deine Kamera aufnimmt. Miss die benötigte Fläche deines Hintergrundes vorher aus. Bau dazu dein gewünschtes Set einmal auf, richte die Kamera ein und markiere die Stellen in deiner Kulisse, die dein Kameraausschnitt oben, unten und an den Seiten begrenzen. Dann musst du nur noch die markierte Fläche messen.

Kamera an oder aus

Wer (virtuelle) Räume betritt, zeigt Präsenz, begrüßt die Teilnehmer und stellt sich ggf. vor. Dabei ist meine Kamera immer an. Auch als Referentin schaue ich meinem Gegenüber gern in die Augen und möchte wissen, ob er oder sie sich hier in dem Raum wohlfühlt und mit den präsentierten Inhalten etwas anfangen kann.

Ist die Kamera an, bist du immer sichtbar und präsent. Schenke daher deine ganze Aufmerksamkeit dem Referenten(der Referentin, dem Team oder dem Workshopleiter/der Workshopleiterin, in dem du regelmäßig in die Kamera schaust.

Vermeide unruhige Videobilder

Es ist praktisch, wenn man über das Smartphone auch von unterwegs an Meetings teilnehmen kann. Für das Auge aller Teilnehmer*innen ist aber besser, wenn deine Kamera ausgeschaltet ist. Ungewohnte Perspektiven im Auto oder ständig wackelnde Videos lenken ziemlich ab.

Kleidung

Für Kleidung gelten die gleichen Regeln wie in der Fotografie oder beim Videodreh: Nicht zu sehr gemustert, keine dicken Tücher. Vermeide, was von deinem Gesicht ablenkt. Kleide dich so, wie es zu deinem Business, deinen Kunden, oder zu der Gelegenheit passt, heb dich farblich vom Hintergrund ab. Präsentierst du Gegenstände, Bücher, Produkte vor der Kamera, sollten auch die sich farblich von deiner Kleidung abheben.

Die richtige Haltung

Auch eine richtig eingesetzte Körpersprache unterstützt deinen Inhalt. Unsere Kollegin, Fotografin und Humanethologin Konstanze Meindl hat dafür eine tolle Serie auf ihrem Instagram-Account gestartet, den „Atlas of Gestures“. Dort zeigt sie neben Gesten auch verschiedene Körperhaltungen und erklärt ausführlich ihre Herkunft, aber auch ihre Aussage – und ob wir versuchen sollten, sie in Onlinekonferenzen zu vermeiden.

 

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Fotos: Simone Naumann, Fotos zur Körpersprache: Konstanze Meindl.

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