Wie und wo arbeitest du eigentlich? – Räume fotografieren mit dem Smartphone

Wie und wo arbeitest du eigentlich? – Räume fotografieren mit dem Smartphone

Wie und wo arbeitest du eigentlich? – Räume fotografieren mit dem Smartphone

Geschrieben von

Simone Naumann

Wie und wo arbeitest du eigentlich?

Homeoffice, öffentliche Räume, Produktionsstätte oder Kreativraum: Menschen sind neugierig und möchten dein Arbeitsumfeld und damit natürlich auch dich als Unternehmer:in besser kennenlernen. Räumlichkeiten erzählen viel über dich, dein Business und deine Werte. Sie eignen sich wunderbar für visual Storytelling und geben deiner Marke ein besonderes, einzigartiges Gesicht. 

Vielleicht möchtest du auch Räume vermieten oder Immobilien verkaufen. Dabei sind hochwertige, authentische Bilder unabdingbar für die Ansprache potentieller Kund:innen. 

Ob unterstützend als prägendes Element deiner Unternehmensidentität oder zur Darstellung deines Produktes – Räume zu fotografieren ist dank digitaler Fototechnik kein Hexenwerk mehr. Es gibt ein paar grundlegende Regeln und nützliches Zubehör, die es dir ermöglichen, hochwertige Bilder mit deinem Smartphone zu produzieren. 

💡Mehr dazu erfährst hier du hier in unserem Beitrag. 

 

Brennweiten

Was bedeutet das eigentlich? Der Begriff gibt den Abstand zwischen Linse und Brennpunkt an und wird in Millimetern gemessen. Brennweiten legen den möglichen Bildausschnitt fest. Immer mehr Smartphone-Kameras verfügen über verschiedene Brennweiten. 

Extrem-Weitwinkel – eignen sich für Landschaften, große Räume und Gebäude
Weitwinkel – Standard-Aufnahmen, Schnappschüsse, dynamische Fotos wie beispielsweise Bewegungsbilder
Tele – für Detailaufnahmen, Produkt- und Porträtfotografie.

Für die fotografische Dokumentation deiner Räume sind alle drei Brennweiten bestens geeignet und du kannst mit ihnen experimentieren.

Extremweitwinkel, iPhone 0,5

Standardweitwinkel, 1,0 iPhone

Tele, 2,0 iPhone

 

Mit dem Blick des Betrachters 

Mach’ dir vorab Gedanken über die Position deiner Smartphone-Kamera. Mit der Aufnahmeposition entscheidest du, wie der Betrachter den Raum wahrnimmt.  Ich sehe oft Aufnahmen, die aus der Vogelperspektive aufgenommen wurden, um möglichst viel vom Raum in einem Bild zu zeigen. Es handelt sich dabei jedoch um eine unnatürliche Perspektive. Proportionen und Linien verzerren sich, die Größenverhältnisse werden nicht realistisch abgebildet.
Eine gute Kamera-Position ist die Augenhöhe des Betrachters. Höhen zwischen 1,60 m und 1,80 m eignen sich daher besonders gut. Auf einer Höhe von ca. 1,10 m hingegen wirkt ein Raum besonders gerade.
Um Tiefe zu erzeugen, positioniere dich in einer Ecke des Raumes. Am besten probierst du verschiedene Blickwinkel aus, um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo und wie du die beste Tiefe im Bild erzeugen kannst.
Halte deine Handykamera bei den Aufnahmen unbedingt gerade und nutze das integrierte Raster um die Linien im Bild stimmig auszurichten. 

Aufnahmen aus der Vogelperspektive verzerren die Linien im Bild.

Aufnahmen aus einer Höhe von 1,20 m. Die Linien im Bild sind so am geradesten.

Stimmungsmacher 

Großaufnahmen von Räumen geben die Größenverhältnisse wieder und vermitteln ein Raumgefühl. Stimmung und Emotionen erzeugst du aber vor allem durch Detailaufnahmen. Sie sind eine perfekte Ergänzung zu deiner Bilder-Reihe. Fotografiere schöne Motive, nutze spannenden Bildausschnitte und Perspektiven. Türklinken, Tapeten, Fenster, Lampen, verschiedene Materialien oder auch einfach nur das Licht, das besondere Schatten auf die Wände wirft. 

 

Licht ja, direkte Sonneneinstrahlung nein 

Helle Räume wirken einladend und geräumig. Fotografiere also am besten zu einer Tageszeit, in der die Räume besonders hell sind. Öffne Vorhänge oder Jalousien vor dem Fenster um das Licht auszunutzen. Am besten nutzt du das Licht, wenn du auf der Fensterseite stehst und in den Raum hinein fotografierst. Alle Räume, die auf deinen Aufnahmen sichtbar werden, sollten gut ausgeleuchtet sein. Schalte daher überall – auch in den Räumen, die bloß durch offene Türen zu sehen sind – das Licht an.

Achtung: Sei vorsichtig mit direkter Sonneneinstrahlung. Das Sonnenlicht eignet sich zwar perfekt für Stimmungsbilder und Detailaufnahmen, erzeugt jedoch Unruhe durch störende Schatten in großflächigen Aufnahmen von Räumen. 

Durch zuviel Sonne wirkt der Raum unruhiger.

Ein leicht bewölkter Himmel (diffuse Licht) eignet sich besser für die Aufnahme von Innenräumen.

 

Ein Stativ ist praktisch 

Warum ein Stativ? Mein Smartphone wiegt doch nichts und wackeln tue ich auch nicht. – Richtig! Trotzdem empfehle ich dir, ein Stativ zu nutzen. Es ist so praktisch, die Hände frei zu haben: Du möchtest spontan doch noch etwas verändern? Kein Problem. Ein schneller Handgriff an der Deko, eine Veränderung des Lichts und vielleicht möchtest du auch selbst im Bild sein.
Dein bereits eingerichteter Bildausschnitt bleibt stets so, wie er ist und das spart dir viel Zeit. Auch mehrere Aufnahmen aus einer Perspektive bei gleichbleibendem Bildausschnitt sind so problemlos möglich. Daraus kannst du dann beispielsweise auch ein cooles GIF erstellen.
Tipp: Benutze den AF/AE-Modus deiner Smartphone-Kamera. So musst du Licht und Schärfe nicht jedes Mal neu einstellen.

Lebende Räume 

Menschen, die sich in unseren Räumen wohlfühlen, sollte man unbedingt zeigen. Sie sind das sogenannte Beiwerk und ergänzen unsere Story. Zeige, wie Menschen den Raum nutzen, wie sie sich darin bewegen. Vermeide dabei aber einen direkten Blick in die Kamera. Genau wie direkte Porträtaufnahmen würden sie nur vom Raum ablenken.

Ich persönlich liebe die sogenannte Langzeitbelichtung, auch Wischeffekt genannt. Damit entstehen dynamische Aufnahmen ohne vom Hauptmotiv – dem Raum – abzulenken. 

 

Elemente deiner Bildgeschichte 

Jedes Element im Bild trägt zur Bildgeschichte beiÜberlege dir also genau, welche Objekte notwendig sind und welche eher ein Störfaktor sind. – Flaschen auf dem Tisch, ein voller Papierkorb, die Jacke über dem Stuhl. Triff’ eine bewusste Entscheidungen, was Teil deiner Bildgeschichte sein soll und was nicht.

Diese Aufnahmen sind während meines Urlaubs entstanden, und zwar in Tauber’s Vitalhotel in Südtirol. 
Herzlichen Dank an die Familie Tauber, dass ich hier fotografieren durfte.

Hinweis: Ich habe Tauber’s Vitalhotel ausgewählt, weil ich dort gerade Urlaub mache.
Übernachtungs- und Verpflegungskosten werden in voller Höhe von mir getragen.

 

Hier steht ein Text für die Suchmaschinen, eine Art Subline...

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